Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas
© Magdalena Lovrić

Romano Risparipe – Transgenerationale Erinnerung an den Samudaripen

Romano Risparipe dokumentiert die Erinnerung an den Samudaripen – den nationalsozialistischen Völkermord an Rom*njaund Sinti*zze – aus der Perspektive der Nachkommen von Überlebenden. Im Zentrum stehen Interviews, in denen Angehörige der zweiten, dritten und vierten Generation ihre Familiengeschichten teilen und sichtbar machen, wie sich Trauma, Widerstand und Erinnerung über Generationen weitertragen.

Die Plattform macht die europäische Dimension des Samudaripen sichtbar. Die Verfolgung und Ermordung von Rom*njaund Sinti*zze beschränkte sich nicht auf das Deutsche Reich, sondern erstreckte sich über ganz Europa – von den Vernichtungslagern in Jasenovac bis zu den Massakern der faschistischen Verbündeten in den besetzten Gebieten, darunter das ehemalige Jugoslawien. Romano Risparipe beleuchtet diese oft vergessenen Verbrechen und gibt den Erinnerungen der Betroffenen aus den Communities Raum.

Die Interviews folgen einem community-basierten Ansatz: Rom*njaundSinti*zze erzählen ihre Geschichte selbst. Ihre Stimmen stehen im Zentrum – nicht als Objekte der Forschung, sondern als Hüter*innen von Wissen und Richtungsweisende in Erinnerung- „Wer erinnert? Wie, wird erinnert? an Wen wird erinnert?“. So entsteht ein lebendiges Archiv, das die offizielle Geschichtsschreibung ergänzt und herausfordert.

Romano Risparipe ist ein Ort des Gedenkens, des Widerstands gegen das Vergessen und der Anerkennung – für die Opfer, die Überlebenden und ihre Nachkommen.


Poem des Protests, Widerstands und Empowerment
>Ašun Romalen i na bistar – Ihr Begehren nährt unseren Widerstand!<

geschrieben & gesprochen von Magdalena Lovrić

© Magdalena Lovrić